Auch nächstes Jahr werden wir wieder Einsatztage für WWF- Corporate Volunteering organisieren.
«Bei einem WWF NaturAktiv-Event setzen sich Firmenmitarbeitende tatkräftig für die Natur ein, indem sie gemeinsam mit Ihrem Team Naturgebiete aufwerten, Alpweiden und Hecken pflegen, Kleinstrukturen für verschiedene Tierarten bauen oder Abfall entfernen. WWF-Expert:innen zeigen den Teilnehmenden dabei die Zusammenhänge zwischen ihrem täglichen Konsum, dem Artensterben und dem Klimawandel auf. Der gemeinsame Einsatz fördert den Teamgeist der Mitarbeitenden und ist wertvoll für die Umwelt.»
Hier findest du die Ausschreibung: Grüthof WWF Katalog 2026
Auf dem Bild ist ein Kleiner Fuchs- Schmetterling auf einer Skabiosenblüte.
Hülsenfrüchte erobern die Küche
Der Strickhof lädt ein zu einem Kochkurs für Hülsenfrüchte: Aus Hülsenfrüchten schnell und unkompliziert leckere Gerichte kochen.
Termin: 10.01.2026; 09:00 bis 14:00 Uhr
Ort: Strickhof, Winterthur – Wülflingen, Bäuerinnenschule
Anmeldung bis 01.01.2026 an www.kurse.strickhof.ch,
Infos bei
Bei der Produzentenarena von Soil to Soul am 30.10. im Zentrum Karl der Grosse in Zürich dürfen wir uns und unsere Produkte vorstellen. Wir wurden als Hülsenfrüchte-Spezialisten angefragt und freuen uns sehr auf einen spannenden Morgen. Verschiedene farbige Bohnen und Linsen, Lupinenkaffee und farbige Polenta sind unsere Stars vom Feld in die Küche. Denn wir kultivieren Vielfalt bis auf den Teller…
Im Speed-Dating sind wir zwar nicht sehr erfahren, da wir schon seit mehr als 30 Jahren ein Paar sind… Doch wir hoffen auf viele neue Kontakte zu Menschen, die sich für nachhaltige Ernährung interessieren und einsetzen…
Pro Jahr trinkt jeder Mensch in der Schweiz durchschnittlich über 1000 Tassen Kaffee, also drei bis vier Tassen pro Tag. Aber wenigen ist bewusst, dass Kaffee auch seine Schattenseiten hat: Für viele Kaffeebauern im Süden reicht das für ihren Kaffee erhaltene Geld nicht zum Leben aus. Dies zeigen Recherchen von Public Eye. Die Bilder stammen von einem Poster zu diesem Thema.
Mit dem Lupinenkaffee bieten wir eine gute Alternative, die hier produziert wird: Ohne Kinderarbeit, ohne Ausbeutung, ohne Pestizide und erst noch natürlicherweise ohne Koffein!…

Was der Biolandbau für Umwelt und Gesellschaft leistet – Metastudie liefert umfassende Resultate
Eine Auswertung von über 500 wissenschaftlichen Veröffentlichungen – eine sogenannte Metastudie – analysiert die Potenziale des Biolandbaus. Sie zeigen, dass dieser in vielen Bereichen eine tiefere Umweltbelastung zur Folge hat, als andere Wirtschaftsformen. In einem neuen Podcast erläutert der Hauptautor und FiBL Geschäftsleitungsvorsitzende Jürn Sanders die Ergebnisse.
Der Biolandbau gilt als nachhaltige Bewirtschaftungsform, deshalb wird er spezifisch gefördert. Allerdings gibt es in Politik und Wissenschaft unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich seiner Potenziale. Um einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand des Wissens zu bekommen und die gesellschaftlichen Leistungen des Biolandbaus differenziert zu bewerten, hat ein Forschungskonsortium die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema ausgewertet.
Besonderes Augenmerk wurde in der Studie auf die Bereiche Wasserschutz, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klimaschutz und -anpassung, Ressourceneffizienz sowie Tierwohl gelegt. Die Studienautor*innen haben 528 Veröffentlichungen ausgewertet, in denen insgesamt 33 Vergleichsparameter zwischen biologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben betrachtet wurden.
Mehr Regenwürmer und Biodiversität – keine klare Tendenz beim Phosphor
Die Studie verdeutlicht, dass der Biolandbau ein hohes Potenzial zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser hat. Positiv wirkt sich dabei der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel aus. In den ausgewerteten Untersuchungen verminderte eine biologische Bewirtschaftung zudem die Stickstoffausträge im Mittel um 28 Prozent.
Vorteile des Biolandbaus zeigen sich auch bei der Bodenfruchtbarkeit. Die Häufigkeiten und Biomassen von Regenwurm-Populationen waren hier im Mittel um 78 bzw. 94 Prozent höher. Bei 62 Prozent der Vergleiche hatte Biolandbau im Oberboden eine geringere Versauerung zur Folge. Beim pflanzenverfügbaren Phosphorgehalt konnte hingegen keine eindeutige Tendenz festgestellt werden.
Auch bei der Biodiversität gibt es positive Auswirkungen des Biolandbaus. So ist etwa die mittlere Artenzahl der Ackerflora um 95 Prozent, diejenige der Feldvögel um 35 Prozent und die der blütenbesuchenden Insekten um 23 Prozent erhöht.
Klimaschutz unklar, aber positiv bei Hochwasserschutz und Ressourcenverbrauch
Weniger eindeutig ist der Beitrag des Biolandbaus zum Klimaschutz. Durch eine höhere Kohlenstoffspeicherungsrate und verminderte Lachgasemissionen emittieren Biobetriebe gemäss der Auswertung im Mittel 1082 kg effektiv weniger CO2-Äquivalente pro Hektare und Jahr. Aufgrund des niedrigeren Ertragsniveaus im Biolandbau sind die ertragsbezogenen Klimaschutzleistungen im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft jedoch vermutlich vergleichbar.
Die Studienergebnisse unterstreichen zudem, dass der Biolandbau zur Erosionsvermeidung und zum Hochwasserschutz beitragen kann. Der Humusgehalt und die Aggregatstabilität waren im Biolandbau im Mittel 26 Prozent bzw. 15 Prozent höher; bei der Infiltration wurde ein Unterschied von 137 Prozent festgestellt. Dadurch werden Oberflächenabfluss und Bodenabtrag vermindert.
Der sparsame Ressourcenverbrauch im Biolandbau spiegelt sich unter anderem in der Stickstoff- und Energieeffizienz wider. In beiden Bereichen erwies sich der Biolandbau als vorteilhafter. Im Pflanzenbau war die Stickstoffeffizienz im Mittel 12 Prozent, die Energieeffizienz 19 Prozent höher als im konventionellen Landbau.
Beim Tierwohl scheint das Management wichtiger zu sein als die Wirtschaftsweise
Kein klares Bild zeigte sich beim Tierwohl. Bei 46 Prozent der Vergleichspaare wurden keine eindeutigen Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Tierhaltung festgestellt. Die biologische Wirtschaftsweise wies bei 35 Prozent der Vergleichspaare Vorteile auf, die konventionelle bei 19 Prozent. Bei der Tiergesundheit sind keine grundlegenden Unterschiede festzustellen; das Management scheint hier entscheidender zu sein als die Wirtschaftsweise.
Forschungsanstalt für biologischen Landbau, Frick, 08.04.2025
Wir haben den Fotowettbewerb von Agriviva in der Kategorie Bauernfamilie gewonnen!
mit Bildern vom Süsskartoffeln pflanzen und der wohlverdienten Pause…


Männliche Küken wurden in der Schweiz jahrzehntelang direkt nach dem Schlüpfen getötet. Damit soll nun Schluss sein. In der Bio-Landwirtschaft werden alle Küken aufgezogen. Deshalb steigt der Preis für die Eier.
Dieser Film erklärt kurz und einfach worum es geht. Ausführliche Informationen dazu finden sich auf der Homepage der Bio Suisse dem Dachverband der Bio-Bauern.

Endlich gibt es ihn wieder: unseren Randy! Nachdem wir letztes Jahr leider keinen Randy produzieren konnten, weil wir keine Äpfel ernten konnten, haben wir dieses Jahr wieder von unserem feinen Randy gemacht.
2009 schon hatten wir ihn erfunden und seit 2021 wieder neu produziert: Randensaft aus unseren zu grossen Randen, gemischt mit Apfelsaft. Das neue Rezept ist abgerundet mit Ingwersaft und Zitronensaft, beides natürlich genau wie unsere eigenen Produkte in Bio Knospe-Qualität –
so schmeckt der Randy noch besser.
Probiere es aus!
Wir feiern die Vielfalt! Wir sind dabei bei 1001 Gemüse &. Kommst du auch?
Ein Fest und ein Markt der Vielfalt rund um den historischen Klosterplatz in CH-8462 Rheinau
Sonderausstellung „Vielfalt statt Gentechnik“:
Unsere Zukunft mit Biodiversität auf unseren Äckern und Tellern – ganz ohne Gentechnik!
° Dutzende Aussteller aus CH und D, darunter Start-ups aus der Region, präsentieren ihre innovativen Produkte aus regionalen Erzeugnissen.
° Abwechslungsreiches Vortragsprogramm zu unterschiedlichen Themen an beiden Tagen
° Vielfältige Degustationsangebote und Verpflegungsmöglichkeiten auf dem Klosterplatz mit historischem Ambiente
Vielfalt pur! Gemüsevielfalt mit über 100 unterschiedlichen Sorten im Ausstellerbereich
Kulturprogramm mit Musik, Clowns, Theatervorführungen
Aktuelle Infos unter
https://1001gemuese.ch/
Anja Konrad: Im Laufe meines Praktikums habe ich vieles gelernt, aber besonders interessiert hat mich der Striegel zur Unkrautbekämpfung auf dem Biobetrieb.
Die Wirkung des Striegels beruht vor allem auf dem Verschütten und Ausreißen der Unkräuter. Die feinen Zinken bewegen die oberste Bodenschicht bis maximal 3 cm Tiefe. Je kleiner die Beikräuter sind, desto besser ist seine Wirkung – daher ist der Einsatzzeitpunkt entscheidend.
Sehr effektiv ist das Blindstriegeln, bei dem der Striegel oberhalb des abgelegten Saatkornes arbeitet, bevor dieses keimt. Die Keimfäden der Unkräuter werden an die Oberfläche befördert, wo sie bei günstiger Witterung austrocknen. Wer sich die Mühe nimmt und vom Traktor steigt, sieht an der Bodenoberfläche die vielen weißen Wurzelfäden. Die Keimfäden der Beikräuter werden in diesem Stadium zu 80 bis 90 % vernichtet. Allerdings lassen sich nicht alle Kulturen blindstriegeln. Am einfachsten geht es bei Mais, denn dieser wird tief abgelegt und braucht lange für die Keimung.
Grundsätzlich gilt, dass der erste Striegeldurchgang bei allen Kulturen erfolgen kann, sobald diese gut genug verwurzelt sind und nicht ausgerissen oder verletzt werden. Am Anfang ist mit wenig Druck und niedriger Geschwindigkeit zu striegeln. Je größer die Unkräuter sind, desto mehr Druck und Geschwindigkeit braucht es für einen ausreichenden Erfolg.
Es gibt viele verschiedene Striegel: Striegel, wo die Zinken fest am Gerät sind, aber auch Striegel, wo die Zinken mit einer Feder am Gerät verbunden sind, um den Druck zu regulieren. Auf dem Grüthof ist ein Hatzenbichler-Striegel im Einsatz.
Der Striegel wird hauptsächlich eingesetzt zur Unkrautbekämpfung in Bio-Betrieben, aber mit der zunehmenden Kritik an Herbiziden interessieren sich auch immer mehr konventionelle Landwirte für dieses Gerät.
Text von Anja Konrad. Sie war Praktikantin für 2 Monate auf dem Grüthof im Frühling 2024, sie stammt aus St.Michael, Österreich.
Jetzt Petition unterschreiben – eine Initiative folgt im Herbst.
In der Schweiz gilt ein Moratorium für den kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft. Das zeitlich befristete Anbauverbot geht auf die Gentechfrei-Initiative zurück, die 2005 deutlich angenommen wurde. Die Wissenschaft wird davon nicht eingeschränkt, Freisetzungsversuche zu Forschungszwecken sind erlaubt.
Das Gentech-Moratorium hat sich bewährt. Es wird von einer grossen Mehrheit der Bevölkerung und der Landwirtschaft getragen. Denn der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen birgt Risiken: Die Auswirkungen der Gentechnik auf Mensch, Tier und Umwelt sind nach wie vor unklar. Gleichzeitig ist die gentechfreie Landwirtschaft gefährdet, weil die Ausbreitung von Gentechnik-Saatgut kaum verhindert oder kontrolliert werden kann. Deshalb hat das Parlament das Moratorium bereits viermal verlängert. Es läuft Ende 2025 aus.
Die Chemie- und Saatgutindustrie hat im Bundeshaus eine Lobbykampagne gestartet, um eine Verlängerung des Moratoriums zu verhindern. Sie will das Gentech-Moratorium aufheben. Damit sollen gentechnisch veränderte Pflanzen einfacher zugelassen werden.
Noch ist es nicht zu spät! Gemeinsam können wir die Pläne der Konzerne durchkreuzen und das Gentech-Moratorium retten. Unterzeichnen Sie jetzt die Petition an Bundesrat und Parlament zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt.
Link zur Petition: Jetzt Petition unterschreiben!
Aus den Criollo-Kakaobohnen aus Perú hat Jorge zum ersten Mal Schokolade hergestellt. Die runden Tabletten ergeben mit Milch eine wunderbare Trinkschokolade.
Dank eines Corporate Volunteering- Einsatzes vom WWF hat uns am 12. Juni 2023 eine grosse Gruppe von Mitarbeitenden der Sika tatkräftig unterstützt. Wir haben die invasiven Neophyten einjähriges Berufkraut und kanadische Goldrute in unseren extensiven Wiesen und auch auf Nachbars Kuhweide entfernt, damit sie nicht versamen und sich noch weiter ausbreiten können. Denn diese Pflanzen sind unerwünscht, weil sie sich sehr invasiv vermehren und die einheimischen Wiesenpflanzen verdrängen. Die Hälfte der Gruppe der Sika durfte beim Süsskartoffeln jäten mithelfen. Die Menschen waren sehr motiviert und an unserer Arbeit interessiert. Das gibt auch uns Motivation!
Vielen Dank WWF und Sika!

Hülsenfrüchte für die menschliche Ernährung
Was wir tagtäglich auf dem Feld und in unserer eigenen Küche praktizieren, beschäftigt auch viele andere Menschen. Deshalb haben wir am 26.Mai 2023 am Leguminosentag der Getreidezüchtung Peter Kunz teilgenommen, bei den Workshops mitdiskutiert und unsere Produkte an einem Stand präsentiert.
Die Ergebnisse von diesem Leguminosentag finden Sie hier.
Der Weidezugang fällt weg, der Rest bleibt Bio
Futter, Tiermedizin und Haltung sind die grössten Unterschiede in der Biogeflügelhaltung. Das Futter der Tiere ist biologisch und frei von chemisch-synthetischen Zusätzen und Gentechnik. In der Tiermedizin wird bevorzugt auf alternativmedizinische Methoden gesetzt. Zudem werden in der Knospe-Haltung weniger Tiere pro Quadratmeter gehalten, womit den Tieren mehr Platz pro Tier zur Verfügung steht.
Quelle: Medienmitteilung von Bio Suisse vom 22. März 2023
Hallo! Ich bin Roxy, ich bin 18 Jahre alt und ich komme aus den Niederlanden. Für drei Wochen arbeite ich mit einem Agriviva-Einsatz hier in der Schweiz, und helfe der Familie Peter-Vásquez bei ihren täglichen Beschäftigungen auf dem Bauernhof. Heute erzähle ich etwas über das Randen ernten, das haben wir letzte Woche gemacht.
Schon um 8:00 standen wir (Jorge, Samuel, Maria und ich) auf dem Feld. Mit dem Traktor und dahinter eine Maschine, fuhren wir Reihe für Reihe über das Feld. Diese Maschine zieht die Randen hoch und schneidet sie ab. Jorge fuhr den Traktor, Samuel und Maria sortierten die Randen, und ich ging dahinter her, um die heruntergefallenen Randen einzusammeln. Die Randen waren sehr gut gewachsen und deshalb gab es manchmal so viele (und auch grosse), die heruntergefallen waren, dass ich mit meinem Eimer noch am Amfang der Reihe stand, während der Traktor schon fast am Ende war! Aber das ist eigentlich gut, weil das heisst, wir hatten eine schöne Ernte!
Während der Ernte muss man gut schauen, dass die Randen keine Krankheiten enthalten. Die schlechten kann man selbstverständlich nicht verkaufen. Auch ist es wichtig, dass man vorsichtig mit den Randen ist, und sie zum Beispiel nicht wirft.
Durch die Maschine werden die Randen in Paloxen (grosse Holzkisten) gesammelt. Und es gab so viele und grosse Randen, das wir am Ende unserer Ernte gar nicht genug Paloxen hatten! Deshalb sind wir mit einer guten Beute wieder nach Hause gegangen.
Das Randen ernten war die erste Ernte in meinem Leben, und es hat mir gut gefallen. Ich fand es schön, draussen an der frischen Luft zu arbeiten, und mich nachher im Haus wieder aufzuwärmen mit einer Tasse Tee. Also, das Ernten war eine schöne Erfahrung für mich!

Hülsenfrüchte wie Lupinen und Linsen sind wertvolle Lebensmittel und bringen auch agronomische Vorteile. Die Bauernzeitung hat diesem Thema eine ganze Doppelseite gewidmet. Die junge Journalistin Jil Schuller hat uns besucht und interviewt. Im Beitrag wird der Grüthof vorgestellt und man erfährt auch einiges zum Lupinen-Anbau.
Hier geht es zum Artikel und Film-Portrait…
Die Holabox hat weiterhin auch unsere Produkte, nun schon an drei Standorten in Winterthur: Altes Busdepot, Lagerplatz und Zeughaus. Genau wie die HOLABOX setzen auch das Kaffee und Eventlokal RAUKE und LOK.AL beim Zeughaus das Augenmerk auf die Region Winterthur: Die angebotetenen Produkte für Kafi und Bar sind (fast) vollumfänglich von lokalen Produzent:innen, Ausstellungen und akustische live-Musik (Wohnzimmerkonzerte) von lokalen Künstler:innen.

Der Mais ist gemahlen und die Lupinen sind geröstet: Endlich können wir wieder Polenta Bramata und Lupinenkaffee von der diesjährigen Ernte liefern!
Heute haben wir mit der Rüebli-Ernte begonnen!
Unsere Polenta, Linsen, Lupinenkaffee gibt es neu auch in der Holabox, welche ab dem 28. 10. 2021 in Winterthur beim alten Busdepot an der Tösstalstrasse 86 steht.
Die Holabox ist eine Initiative, welche umweltfreundlich produzierte Hofprodukte direkt zu den Konsumenten bringen will. Sie ist 24 Stunden geöffnet, mit Selbstbedienung. Am besten schaust du einmal dort vorbei!



Seit gestern sind wir am Ernten der Süsskartoffeln. Mit dem kleinen Traktor und einem speziellen Roder für Süsskartoffeln wird die Erde bewegt und die Süsskartoffeln sehr schonend an der Oberfläche abgelegt. Dort sammeln wir sie ein von Hand.
Allerdings war es ein sehr schwieriges Jahr für diese wärmeliebenden Pflanzen. Der ständige Regen und der kühle Sommer haben bewirkt, dass viele Pflanzen nur dünne Wurzeln statt schöne Knollen gebildet haben. Wir freuen uns an den wenigen schönen Exemplaren und am wunderschönen Herbstwetter mit strahlend blauem Himmel…
Dies zeigt eine kürzlich veröffentlichte Langzeitstudie von Agroscope. Biologisch bewirtschaftete Ackerbausysteme sind durchschnittlich doppelt so gut für die Umwelt als die konventionelle Landwirtschaft mit Pflug.
Am markantesten sind die Unterschiede bei der Biodiversität. Ein Feld, das nach Biorichtlinien bewirtschaftet wird, weist eine 230 Prozent höhere oberirdische Pflanzenartenvielfalt aus als ein herkömmlich bearbeitetes Feld. «Für das Bodenleben sind die biologische und die pfluglose Bewirtschaftung vorteilhafter. So fanden wir neunzig Prozent mehr Regenwürmer in Bioparzellen und sogar 150 Prozent mehr in Parzellen ohne Pflugeinsatz», erklärt Studienleiter Marcel van der Heijden von Agroscope. Auch die Erosion und die Ökotoxizität sind im Biolandbau reduziert.
Die oben erwähnten Unterschiede bestehen in allen Ackerkulturen – vor allem weil im Biolandbau keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger eingesetzt werden.
Die ökologischen, agronomischen und ökonomischen Stärken und Schwächen von vier verschiedenen Anbausystemen (konventionell mit und ohne Pflug, Bio mit und ohne Pflug) wurden experimentell untersucht. Der Versuch fand auf einem rund ein Hektar grossen Feld ausserhalb von Zürich statt: Das Feld war in 128 kleine Parzellen aufgeteilt, auf denen jeweils eine bestimmte Anbaumethode getestet wurde. Der Versuch läuft schon über zehn Jahre.
Quelle: Medienmitteilung von Agroscope vom 2. September 2021

Landdienstbericht von Katja, angehende Biologiestudentin aus Genf
Während meiner ersten Woche habe ich gelernt, wie man eine Hackmaschine benutzt. Überraschenderweise habe ich es geschafft: die Süsskartoffeln, anstatt das Unkraut zu hacken. Das mir entgegengebrachte Vertrauen von der Familie zu einem «Dummy» in Landwirtschaft ist wirklich riesig.
Was auch bewundernswert ist, ist die Geduld und die Leidenschaft der Familie für ihrem Hof. Persönlich hasste ich das ganze Jäten & den «Distel-Morde» -Prozess schon fünfzehn Minuten nach dem Anfang. Und jetzt beim Hören das Wort «Distel» beginnt mein Auge zu zucken. Aber die Disteln ausreissen ist etwas, das die Familie jedes Jahr machen soll (ohne das Augenzucken). Also stellen Sie sich die Hingabe vor.
Die Traktorreisen (als ein peinlicher Passagier) sind ebenfalls eine Erwähnung wert. Ich würde sagen es ist meine Lieblingsaktivität. Natürlich, die Tiere (Schafe, Hühner, Katzen und Hund Gino) und die Familie haben viel Spass zu meinem Landdienst beigesteuert.
Als eine Person, die das Biologie Studium gewählt hat, kann ich sagen, dass mein Erlebnis auf dem Grüthof von der Familie Peter-Vàsquez hochinteressant war. Ich habe vieles gelernt über mich selbst sowie über den Alltag von einer Bauernfamilie.

Ich bin Milena, 16 Jahre alt, aus Basel, und war für zwei Wochen hier auf dem Grüthof im Landdienst. Für mich als jemanden, die aus der Stadt kommt und nicht viele Berührungspunkte mit dem Landleben hat, war es die perfekte Möglichkeit, einen komplett anderen Alltag kennenzulernen.
In den zwei Wochen habe ich viel Neues gesehen und gelernt. Zum Beispiel regen sich viele über die angeblich zu hohen Preise von Lebensmitteln auf. Vor allem Bioprodukte seien komplett überteuert, heisst es. Ich habe hier realisiert, wie viel Arbeit hinter einem landwirtschaftlichen Produkt steckt. Gerade bei Bioprodukten unter anderem wegen dem Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden. Ich finde, mit einem tieferen Einblick in die landwirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln kann man die Preise plötzlich besser nachvollziehen. Auch wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, wie abhängig ein Bauer vom Wetter und Klima ist. Die Zeit bei der Familie Vasquez-Peter war eine bereichernde Erfahrung und ich danke der Familie für die herzliche Aufnahme.
Die grüne «Anicia», der schwarze «Beluga» und die braunen Linsen sind ein farbenfrohes Trio, welches auf den vielfältigen Feldern von Jorge Vásquez und Beatrice Peter mit anderen Mischungspartner gedeihen. Nach Versuchen mit verschiedenen Mischkulturen in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Agroscope hat sich der Leindotter als der beste Partner zu den Linsen herauskristallisiert.
Die Linse ist geschmacklich und ernährungsphysiologisch eine Alleskönnerin. Die unscheinbare Linse überzeugt mit ihren Nährwerten. In diesen kleinen Samen steckt alles, was der Mensch braucht, um gut gesättigt zu werden. In vielen Ländern kommt sie fast jeden Tag auf den Tisch, denn ihr hoher Proteingehalt und die vielen wertvollen Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine sind in einer ausgewogenen und gesunden Ernährung kaum weg zu denken.
Doch auch als Kulturpflanze überzeugt die kleine Königin der Samen. Als Leguminose (Hülsenfrüchtler) bindet sie Stickstoff im Boden und hinterlässt den Boden krümelig und bietet somit eine wunderbare Grundlage für die Folgekultur.
In Wildensbuch kommen die Linsen im März in den mittelschweren zum Teil auch steinigen Boden. Die Mischungspartner benötigen jedoch jeweils genug Platz, damit sie in eine Symbiose gehen können und einander später nicht beschatten oder konkurrenzieren. Im August werden sie dann geerntet und zügig zur Trocknungsanlage von Bernhard Billing in Wildensbuch gebracht. Der kurze Weg ist ein Segen, da die Linsen schnell getrocknet werden müssen. Nach der Trocknung folgt die Reinigung und die Verpackung, und dann landet die kleine Königin schon bald auf euren Tellern.
Linsen sind für Jorge und Beatrice eine spannende Kultur, sowohl auf dem Feld als auch auf dem Teller. Als Nischenprodukt werden diese wunderbaren Samen viel mehr wertgeschätzt, als andere grössere Kulturen aber die Linse hätte noch viel mehr Ruhm verdient und wird hoffentlich in Zukunft auch hier zu Lande wöchentlich auf die Teller kommen.

